Massaman Curry

Als mein Studium beendet war, beschloss ich zusammen mit meinem jetzigen Mann eine mehrwöchige Reise durch Südostasien zu starten. Mit auf dem Programm war natürlich Thailand. Und so war unser erster Stopp die Metropole Bangkok. Von dort aus ging es weiter in den Norden Thailands und dann in andere Länder wie Vietnam, Laos und Kambodscha. Am Ende unserer Tour kamen wir zurück nach Thailand und erkundeten die Inseln des Landes. Was für mich auf der gesamten Tour eine einzige riesige Erkundung war, war natürlich das Essen! Und das war oftmals so ganz anders als man es aus den asiatischen Restaurants in Deutschland kennt.

In Bangkok machten wir direkt zu Beginn einen Kochkurs. Das half uns total einen Zugang zur thailändischen Küche zu bekommen und zu verstehen, wie gekocht wird. Zusammen mit einer Köchin gingen wir auf einen thailändischen Wochenmarkt und kochten danach die unterschiedlichsten Gerichte. Unter anderem lernten wir sogar, wie man seine eigene Currypaste herstellt. Nach dem Kurs war ich so begeistert von der thailändischen Küche, dass ich mich sofort durch die Küchen durchprobieren wollte.

Ein Gericht, das nach wie vor eines meiner liebsten thailändischen Gerichte ist, ist dieses Massaman-Curry. Ganz anders als die anderen typischen Currys – ein bisschen milder und nicht ganz so scharf (oder wie der Thailänder sagen würde „süß“, denn das was wir als scharf empfinden, wurde oftmals als süß deklariert) und einfach nur lecker!

Klassischerweise wird zum Curry Reis serviert, aber auch ein frisches Brot passt toll dazu und eignet sich hervorragend, um die leckere Soße aufzutunken.

Übrigens: das Curry schmeckt auch am nächsten Tag mega lecker, wenn es so richtig durchgezogen ist. Das heißt du kannst es entweder kochen und direkt futtern oder alternativ auch super vorbereiten und am nächsten Tag nur noch erhitzen. Es lohnt sich außerdem direkt eine größere Portion zu kochen. Dann kannst du den Rest in einzelnen Portionen einfrieren und freust dich noch Wochen später am leckeren Curry, wenn du mal wieder keine Zeit und/oder Lust zu kochen hast 🙂

Zum Rezept

Zutaten für 2 Personen

  • 400ml Kokosmilch (das entspricht 1 Dose)
  • 300g Rindfleisch
  • 300g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 2 Tomaten
  • 40g geröstete Erdnüsse
  • 80g Massaman-Curry-Paste (das entspricht etwa 3 El) – diese gibt es in jedem gut sortierten Supermarkt im Asia-Regal
  • 3 Kardamom
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zimtstange
  • 25g Palmzucker – alternativ brauner Rohrzucker
  • 1Tl Fischsoße – alternativ Sojasoße
  • 1 Tl Tamarindenpaste
  • 2 Tl Kokosfett zum Anbraten – alternativ Pflanzenöl

Anleitung

Zuerst kommt die Schnippelarbeit: Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden. Zwiebel ebenfalls schälen und achteln. Wichtig: Kartoffeln nicht zu groß stückeln, da sie sonst entsprechend länger im Curry brauchen bis sie gar sind.

Dann das Fleisch unter kaltem fließendem Wasser abspülen, mit Küchenpapier trocken tupfen und dann in Streifen schneiden.

Dann werden die Tomaten in grobe Stücke geschnitten und die Erdnüsse hergerichtet.

Als letzte Vorbereitungen werden die Gewürze gerichtet: die Masserman-Curry-Paste (links), Zimtstange, Lorbeerblätter und Kardamom (Mitte) sowie Palmzucker (rechts). Am besten probierst du deine Paste auf Schärfe, damit du je nachdem auch weniger in dein Curry geben kannst.

Dann geht’s an den Herd. Zuerst das Fett in den Wok geben und erhitzen. Wenn du keinen Wok besitzt, ist das nicht schlimm und du kannst alternativ einfach einen Topf benutzen. Sobald der Wok heiß und das Fett geschmolzen ist, brätst du die Curry-Paste darin an (links). Sobald die Paste beginnt zu duften, gibst du die Kokosmilch dazu (Mitte) und verrührst Paste mit Kokosmilch etwas (rechts).

Dann gibst du Kartoffeln und Zwiebeln, Fleisch, Tomaten, Erdnüsse, Gewürze, Palmzucker, 1 Tl Fischsoße und 1 Tl Tamarindenpaste hinzu.

Dann vermischst du das Ganze und lässt es bei mittlerer Temperatur köcheln bis die Kartoffeln gar sind. Das dauert etwa 20-25 Minuten.

In der Zwischenzeit kannst du beispielsweise Reis kochen 🙂 Sobald die Kartoffeln gar sind, ist das Massaman-Curry fertig und du kannst es abschmecken. In meinem Fall ist das Curry bereits so lecker würzig, dass es nichts weiter benötigt!

Khõ hai dja & lass es dir schmecken!

Kleiner Auszug aus unserem Kochkurs in Bangkok

Hast du das Rezept bereits ausprobiert? Hat es geklappt? Ich freue mich immer über deine Rückmeldung, positive & negative Kritik und deine Erfahrungen. Lass uns gerne über die untenstehende Kommentarfunktion austauschen. Ich freue mich!

Deine Anni

Veröffentlicht von anniskosmos

Hi, ich bin Anni und ich liiiiiebe Essen ❤ hoffentlich findest du hier etwas Inspiration für deine Alltagsküche! Ich freue mich über deine Rückmeldung zu Rezepten und wenn du deine Erfahrungen und Tipps mit mir teilst! Alles Liebe, Anni

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