Kalbsgeschnetzeltes nach Züricher Art

Vor einigen Wochen, noch bevor das Corona-Virus über unser hergefallen ist, war eine meiner letzten Reisen ein Trip nach Zürich. Es war ein schönes langes Wochenende mit Freunden. Das Wochenende war vollgepackt mit allem, was man sich wünschen kann: Ausflug in die Berge mit einer atemberaubenden Aussicht, Besichtigung der Stadt mit ihren vielen kleinen Gassen und alten Häusern und natürlich mit unzähligen Kostproben der Schweizer Spezialitäten: leckerer Raclette-Käse, feinste Schweizer Schokolade, zarte Luxemburgerli (eine Mini-Version der Macarons) und so weiter 🙂

Abends kehrten wird im urigen Zeughauskeller ein, das seit fast 100 Jahren bereits eine traditionelle Gastwirtschaft ist, wo es typisch-schweizerische Gerichte zu essen gibt. Und wie sollte es anderes sein, hörten wir anderen natürlich auf die Empfehlung unseres Schweizer Gastgebers und wurden nicht enttäuscht: Wir bestellten das Kalbsgeschnetzelte nach Züricher Art. Denn wie unser Gastgeber erklärte, besteht das ursprüngliche Züricher Geschnetzelte aus Kalbsleber und das Kalbsgeschnetzelte wie wir es kennen, ist daher nach Art des Ursprünglichen. Zum Kalbsgeschnetzelten dazu gab es ganz klassischerweise eine Kartoffelrösti. Die Rösti auf dem Teller und das Geschnetzelte daneben in einer Schale. Dass ich heute noch daran zurück denke, zeigt wohl, wie lecker das Essen war!

Heute koche ich es in meiner Küche nach und improvisiere etwas, da ich es nach meinem eigenen Geschmack zubereite. Einfach lecker und ohne großen Aufwand. Bei mir gibt es heute allerdings keine traditionelle Kartoffelrösti dazu, sondern selbstgemachte Spätzle aus meinem Gefriervorrat 🙂 Aber auch fertige Spätzle, Nudeln, Reis oder Kartoffeln jeglicher Art passen hervorragend zu diesem Gericht.

Zum Rezept

Zutaten für 2 Personen

  • 2 Kalbsschnitzel à 150g von der Oberschale (insgesamt 300g Kalbfleisch)
  • 3 Schalotten
  • 350g Champignons
  • 120ml Schlagsahne
  • 75ml Weißwein
  • 1 Tl Mehl
  • 1 Tl Dijon-Senf
  • 1/2 Tl Koriandersamen gemahlen
  • 1/4 Tl Paprikapulver
  • Salz, Pfeffer
  • etwas Butterschmalz zum Anbraten

Zur Beilage

Anleitung

Los geht es mit dem Fleisch, damit es ein bisschen „marinieren“ kann. Dazu werden die Kalbsschnitzel in dünne Streifen geschnitten (linkes Foto). Dann wird das Fleisch mit 1/2 Tl Salz, 1/2 Tl gemahlener Koriander, 1/4 Tl Paprikapulver, 1 Tl Dijonsenf und etwas Pfeffer gewürzt (mittleres Foto). Alles gut vermischen und zur Seite stellen.

Im nächsten Schritt werden die Schalotten geschält und in feine Würfel geschnitten.

Dann werden die Champignons geputzt und das Stielende abgeschnitten. Die Pilze in breite Streifen oder Stücke (oder beides wie ich) schneiden.

Dann geht es auch schon an den Herd: In einer großen Pfanne Butterschmalz erhitzen. Sobald es geschmolzen und die Pfanne heiß ist, kann das Fleisch in die Pfanne gegeben werden. Die Streifen gut verteilen, sodass das Fleisch nicht übereinander, sondern nebeneinander auf dem Pfannenboden liegt. Von jeder Seite etwa 1-2 Minuten anbraten. Dann das Fleisch aus der Pfanne schöpfen und auf die Seite legen.

Die Schalotten in die Pfanne geben und dünsten. Sobald die Schalotten etwas gedünstet (nicht braun) sind, die Pilze hinzugeben.

Alles gut vermengen und anbraten. Sobald die Pilze etwas angebraten sind, 1 Tl Mehl über die Pilze streuen (linkes Foto). Das Mehl dient dazu, die Soße später etwas zu binden und anzudicken. Wenn die Pilze gut angebraten sind, werden sie mit 75ml Weißwein abgelöscht (mittleres Foto). Alles etwa 2 Minuten einköcheln lassen (rechtes Foto).

Nach den 2 Minuten, wenn der Wein etwas eingekocht ist (linkes Foto), die Sahne dazu geben und die Soße mit 1/2 Tl Salz sowie etwas Pfeffer würzen (mittleres Foto). Das Ganze etwa 3 Minuten köcheln lassen (rechtes Foto).

Wenn die Soße soweit fertig ist, kann sie mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt werden. Dann das Fleisch wieder hinzugeben und kurz in der Soße auf dem Herd bei niedriger Temperatur stehen lassen. Wichtig: die Soße darf nun nicht mehr köcheln, da das Fleisch sonst trocken und fest wird.

Das war’s auch schon und das Kalbsgeschnetzelte nach Züricher Art kann verputzt werden! Lass es dir schmecken & en guete, wie der Schweizer sagt 🙂

Und wenn wir schon bei dem Thema Erinnerungen an die schöne Schweiz sind…

Auf der Berghütte

Hast du das Rezept bereits ausprobiert? Hat es geklappt? Ich freue mich immer über deine Rückmeldung, positive & negative Kritik und deine Erfahrungen. Lass uns gerne über die untenstehende Kommentarfunktion austauschen. Ich freue mich!

Deine Anni

Veröffentlicht von anniskosmos

Hi, ich bin Anni und ich liiiiiebe Essen ❤ hoffentlich findest du hier etwas Inspiration für deine Alltagsküche! Ich freue mich über deine Rückmeldung zu Rezepten und wenn du deine Erfahrungen und Tipps mit mir teilst! Alles Liebe, Anni

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: