Dinkelseelen

Mittlerweile lebe ich schon seit einiger Zeit in Frankfurt, meine Wurzeln liegen allerdings viel weiter südlich. Am südlichen Ende von Deutschland sozusagen, in Südbaden. Mit der Zeit vermisst man doch das eine oder andere, das es in der Heimat zu essen gibt und in Frankfurt einfach nicht auffindbar ist oder eben nicht so, wie ich es aus dem „Ländle“ kenne. Dazu zählen eindeutig auch leckere Seelen.

Leckere Seelen? – ich weiß, das klingt komisch, wenn man nicht aus dem Ländle stammt. Es hat aber absolut nichts anrüchiges, versprochen 🙂 In der Heimat gibt’s diese Seelen in jeder guten Bäckerei und sind sozusagen eine Kombi aus Brötchen und Baguette. Allerdings nur sozusagen 🙂 Außen sind sie knusprig und innen sind sie großporig und feucht. Je nachdem wie du sie bestreust, können sie zu Herzhaftem oder Süßem gegessen werden. So oder so sind sie in jedem Fall ein beliebter Begleiter zu Vielerlei oder frisch aus dem Ofen auch der Hauptstar!

Über Nacht gemacht, schmecken sie zum Frühstück, als Sandwich für Zwischendurch, als belegtes Brot, zu Suppe oder Salat… Du merkst vielleicht schon: ich bin ein großer Seelen-Fan und das, weil sie einfach super lecker sind!

Zum Rezept

Zutaten für 4 große oder 5-6 kleinere Seelen

  • 500g Dinkelmehl Type 630 (klassischerweise werden sie mit Dinkel gemacht, du kannst dafür allerdings auch Weizenmehl verwenden)
  • 1 Päckchen Trockenhefe oder 12g frische Hefe
  • 350ml kaltes Wasser

Zum Bestreuen

  • grobes Salz (Brezelsalz)
  • Sesam
  • Weiteres, wie z. B. Kümmel (Kümmel & Salz ist die klassische Variante, aber da mein Mann nicht auf Kümmel steht, gibt es bei mir Salz und Sesam)

Anleitung

Zuerst gibst du das Mehl in eine große Schüssel. Die Schüssel sollte etwa doppelt so groß sein, wie der Teig, da der Teig noch sehr aufgeht. Dann fügst du 10g Salz hinzu und vermischst das mit dem Mehl. Wenn du frische Hefe verwendest, kannst du diese im kalten Wasser auflösen und dann zum Teig geben. Verwendest du Trockenhefe, kannst du diese direkt zusammen mit dem Wasser zum Mehl geben (siehe mittleres Foto). Dann wird geknetet! Das kannst du mit der Hand oder mit dem Rührgerät machen, wenn du Knethaken besitzt (siehe rechtes Foto).

Dann kommt ein Deckel darauf. Dieser sollte die Schüssel aber nicht fest verschließen sondern nur leicht darauf „liegen“. Dann kann der Teig für ca. 10 bis 12 Stunden, am besten über Nacht, in den Kühlschrank.

Nach 10 bis 12 Stunden ist der Teig fertig gegangen.

Dann kannst du mit feuchten Händen die Seelen formen. Wenn du 4 große Seelen formst (wie ich), dann reicht dir ein Backblech. Wenn du kleinere Seelen formen willst, z. B. 5-6, dann benötigst du noch ein weiteres Backblech. Die geformten Seelen kannst du direkt auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech legen und mit Wasser bestreichen.

Wenn die Seelen mit Wasser betrichen auf dem Blech liegen, müssen sie noch einmal für 45 Minuten gehen. In der Zwischenzeit kann der Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Dann kannst du die Seelen bestreuen. Ich bestreue zwei mit Sesam und zwei mit grobem Salz.

Dann können die Seelen für 17-19 Minuten bei 250°C Ober-/Unterhitze in den Backofen.

Sobald die Seelen aus dem Backofen kommen, kannst du sie direkt mit Salzwasser bestreichen und auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Tipp: Wenn du wissen willst, ob deine Seelen tatsächlich gar sind, kannst du auf die Rückseite klopfen. Klingt es hohl, sind sie gar. Dieser Trick funktioniert übrigens auch bei Brot und Brötchen!

Das war’s auch schon und du kannst die Seelen direkt genießen! Lass es dir schmecken 🙂

Hast du das Rezept bereits ausprobiert? Hat es geklappt? Ich freue mich immer über deine Rückmeldung, positive & negative Kritik und deine Erfahrungen. Lass uns gerne über die untenstehende Kommentarfunktion austauschen. Ich freue mich!

Deine Anni

Veröffentlicht von anniskosmos

Hi, ich bin Anni und ich liiiiiebe Essen ❤ hoffentlich findest du hier etwas Inspiration für deine Alltagsküche! Ich freue mich über deine Rückmeldung zu Rezepten und wenn du deine Erfahrungen und Tipps mit mir teilst! Alles Liebe, Anni

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